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UNITAS-Verband fordert Korrektur der Studienreform

von
9. Juni 2010


Heftige Diskussionen der Delegierten im Plenum der 133. UNITAS-Generalversammlung in Nürnberg zum Stand des „Bologna-Prozesses“


„Studenten sind mit allem Recht auf die Straße gegangen“
UNITAS-Verband fordert klare Korrektur der Studienreform

NÜRNBERG. Eine Korrektur der tiefgreifenden Studienreformen an den deutschen Hochschulen fordert der Verband der wissenschaftlichen katholischen Studentenvereine Unitas. Dazu rief der älteste katholische Studenten- und Akademikerverband Deutschlands bei seiner 133. Generalversammlung in Nürnberg auf, die vom 3.-6. Juni unter dem Thema „Hochschulpolitik und Akademikerausbildung - Quo vadis?“ stand. Die Studentendemonstrationen gegen die Folgen des "Bologna-Prozesses" seien ein berechtigter Protest gegen völlig überzogenen Reformeifer gewesen, so der Tenor der Diskussion im Plenum der Versammlung.


„Einführungsphase verlängern"
 

Die sich bei den dreijährigen Bachelor-Studiengängen abzeichnende Verschulung und Überfrachtung mit Studienstoff und Prüfungen beeinträchtige und beschädige nachhaltig die Qualität der universitären Ausbildung, so die mit überwältigender Mehrheit verabschiedete Resolution. Die Umsetzung der genannten „Bologna-Erklärung“ der Europäischen Bildungsminister von 1999 habe zudem zu einer Einschränkung der Mobilität der Studierenden geführt. Ferner sei eine verbesserte Betreuung durch Verstärkung des wissenschaftlichen Personals dringend geboten. Das Fazit der Stellungnahme: „Der Unitas-Verband hält es für zweckmäßig, die Einführungsphase und mindestens 10 Jahre zu verlängern, um den Erfolg einer so umfassenden‚ europäischen Jahrhundertreform durch Sammeln von Erfahrungen ohne Druck und mit der Unterstützung aller Beteiligten‚ der Gesellschaft und Wirtschaft, nachhaltig zu sichern.“

Dieser Beitrag wurde der Homepage der Unitas Ruhrania entnommen.

Im folgenden der Wortlaut der verabschiedeten Resolution:

"Die 133.Generalversammlung des Verbandes der wissenschaftlichen katholischen Studentenvereine Unitas hat das Thema „Hochschulpolitik und Akademikerausbildung - Quo vadis?“


Der Unitas-Verband ist der Überzeugung‚ dass die seit 10 Jahren betriebene tiefgreifende Reform des deutschen Studienwesens auf der Grundlage der Gemeinsamen Erklärung der Europäischen Bildungsminister“ vom 19.6.1999‚ der so genannten „Bologna-Erklärung“, einer Korrektur bedarf. Die sich bei den 3-jährigen Bachelor-Studiengängen abzeichnende Verschulung und Überfrachtung mit Studienstoff und Prüfungen beeinträchtigt die Qualität der universitären Ausbildung und kann zu einer nachhaltigen Beschädigung des wissenschaftlichen Humankapitals führen.


In diesem Zusammenhang ist zu sehen‚ dass die Mobilität dieser Studierenden leidet. Ferner ist eine verbesserte Betreuung durch Verstärkung des wissenschaftlichen Personals dringend geboten.
Der Unitas-Verband hält es ferner für zweckmäßig, die Einführungsphase und mindestens 10 Jahre zu verlängern, um den Erfolg einer so umfassenden ‚europäischen Jahrhundertreform durch Sammeln von Erfahrungen ohne Druck und mit der Unterstützung aller Beteiligten‚ der Gesellschaft und Wirtschaft, nachhaltig zu sichern."