AGV: Katholische Studenten begrüßen nationales Stipendienprogramm
von 19. Mai 2010AGV begrüßt nationales
Stipendienprogramm
Bonn,
28. April 2010 - Die
Arbeitsgemeinschaft katholischer Studentenverbände (AGV) begrüßt den
Beschluss der Bundesregierung, ein nationales Stipendienprogramm zu
starten. „Dies ist ein gutes Signal. Denn es beweist, dass der nach der
Bundestagswahl ausgegebene Slogan von der ,Bildungsrepublik Deutschland’
tatsächlich ernst gemeint ist”, so der Vorsitzende der AGV, Bernd
Schulte.
Nun komme es auf die
Umsetzung an. Zu Recht sei in den letzten Wochen bemängelt worden, dass
viele der Studenten, die bereits jetzt ein Stipendium der
Begabtenförderwerke bezögen, größtenteils aus Akademiker-Familien
stammten und auch oft gar keiner finanziellen Förderung bedürften. „In
diesem Bereich muss aufgeholt werden. Die soziale Herkunft sollte bei
der Vergabe berücksichtigt werden. Allerdings muss die Studienleistung
ein entscheidendes Aufnahmekriterium bleiben. Sie bildet schließlich die
Grundlage für den Studienerfolg”, so Schulte. „Wir sprechen uns aber
nachdrücklich dafür aus, dass das gesellschaftliche Engagement der
Studenten berücksichtigt wird. Das Studium dient nicht allein der
Berufsvorbereitung, sondern auch der Persönlichkeitsbildung. Wie wichtig
dieser Aspekt ist, sehen wir nicht zuletzt an den Studenten, die sich
in unseren Mitgliedsverbänden engagieren. Hier erwerben die Studenten
Sozialkompetenz, die sie als spätere Führungskräfte brauchen”, hebt der
Vorsitzende des Zusammenschlusses der katholischen Korporationsverbände
hervor.
Weiterhin betont Schulte:
„Es ist gut, dass für die Stipendien auch Mittel in der Wirtschaft
eingeworben werden sollen. Allerdings darf dies keine Auswirkungen auf
die Vergabe haben. Es wäre sehr kurzfristig gedacht, wenn die Stipendien
nun nur an jene Studenten gingen, deren Studium auf eine spätere
Tätigkeit in der Wirtschaft abzielt.”
Schließlich sei in der
aktuellen Debatte auch nicht zu vergessen, dass es neben dem Studium
noch andere Bildungsgänge gäbe, die für zukünftige Fachkräfte attraktiv
seien: „So richtig es ist, die Studentenquote zu erhöhen, es gibt auch
Karriereoptionen jenseits des Studiums. Als katholischen Christen ist
uns wichtig, dass jeder individuell nach seinen Talenten gefördert wird.
Es darf nicht der Eindruck entstehen, dass nur ein Studium zum Erfolg
führt. Für die berufliche Ausbildung gilt das genauso. Wenn sich
Abiturienten nur deswegen für ein Studium entscheiden, weil sie den
Eindruck haben, dass es keine attraktiven Alternativen gibt, ist das
fatal”, so Schulte abschließend.
Die Arbeitsgemeinschaft
katholischer Studentenverbände (AGV) ist ein Zusammenschluss der
katholischen Korporationsverbände CV, KV, UV, RKDB und TCV. Sie
repräsentiert rund 10 000 Studentinnen und Studenten und ist über ihre
Mitgliedsverbände an fast allen Hochschulen in Deutschland vertreten.
LINK: www.agvnet.de
Dieser Beitrag wurde von der Homepage der Unitas Ruhrania übernommen.

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